
Durchschlafstörungen gehören zu den häufigsten Schlafproblemen unserer Zeit. Sie schlafen abends gut ein – doch in der Nacht wachen Sie immer wieder auf? Vielleicht gegen 1:30 Uhr oder 3:00 Uhr. Dieses nächtliche Erwachen ist nicht nur belastend, sondern kann auf ein energetisches Ungleichgewicht hinweisen.
Durchschlafstörungen sind belastend. Sie rauben nicht nur Erholung, sondern auch Vertrauen in die eigene Schlafkraft.
Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sind nächtliche Wachphasen kein Zufall. Der Körper folgt einem inneren Rhythmus, der sogenannten Organuhr. Bestimmte Uhrzeiten in der Nacht stehen in Verbindung mit bestimmten Funktionskreisen – etwa Leber, Herz oder Lunge. Wenn wir regelmäßig zur gleichen Zeit aufwachen, kann das auf ein energetisches Ungleichgewicht hinweisen.
Leber und nächtliches Erwachen zwischen 1 und 3 Uhr
In der Organuhr der TCM liegt die aktive Phase der Leber zwischen 1 und 3 Uhr nachts. In dieser Zeitspanne hat die Leber die meiste Energie zur Verfügung, um ihre so wichtigen physWenn Menschen regelmäßig genau in diesem Zeitraum aufwachen, kann das auf eine Stagnation des Leber-Qi hindeuten. Die Leber ist für den freien Fluss der Energie im Körper verantwortlich. Wird dieser Fluss durch Stress, unterdrückte Emotionen oder anhaltende innere Anspannung blockiert, zeigen sich häufig Durchschlafstörungen. Emotionen, welche das Leber-Qi stark negativ beeinflussen sind Ärger, Groll, Zorn und Wut – sei es bewusst oder noch viel häufiger unbewusst.
Typisch sind Grübeln, muskuläre Spannung, innere Gereiztheit oder das Gefühl, „nicht abschalten“ zu können. Durchschlafstörungen aus Sicht der TCM sind daher oft Ausdruck eines gestörten Energieflusses – nicht einfach nur ein isoliertes Schlafproblem. Besonders Menschen mit hoher Verantwortung, dauerhaftem Leistungsdruck oder emotionaler Zurückhaltung reagieren sensibel in diesem nächtlichen Zeitfenster.
Herz und Unruhe in der zweiten Nachthälfte

Das Herz beherbergt in der TCM den „Shen“ – unseren Geist, unser Bewusstsein und unsere emotionale Klarheit. Kommt es in der zweiten Nachthälfte zu wiederholtem nächtlichem Erwachen, kann dies auf eine Disharmonie im Herz-Funktionskreis hinweisen. Ist das Herz-Feuer zu aktiv oder das nährende Yin geschwächt, wird der Schlaf leichter und weniger stabil.
Typische Anzeichen sind frühes Aufwachen, intensive Träume, innere Unruhe oder das Gefühl, geistig wach zu sein, obwohl der Körper müde ist. Die Organuhr der TCM liefert hier wertvolle Hinweise: Im Übergang zur Lungenzeit – etwa zwischen 3 und 5 Uhr – zeigt sich häufig, ob Herz und Shen ausreichend zur Ruhe gekommen sind. Durchschlafstörungen aus Sicht der TCM betreffen daher nicht nur die Schlafdauer, sondern vor allem die Tiefe und Verankerung des Schlafs im Yin.
Was es mit diesen einzelnen Phasen und den Störungen auf sich hat, erläutere ich Ihnen gerne auch näher bei einer auf Ihrer Situation abgestimmten Shiatsu-Behandlung.
Kombination aus Ein- und Durchschlafstörungen
Häufig zeigen sich Mischbilder. Stress am Tag, emotionale Belastung oder anhaltende Erschöpfung können sowohl das Einschlafen als auch das Durchschlafen beeinträchtigen. Die TCM betrachtet dabei immer das individuelle Gesamtbild – nicht nur das Symptom.
Wie Shiatsu bei Durchschlafstörungen unterstützen kann
Shiatsu arbeitet entlang der Meridiane und unterstützt den freien Energiefluss im Körper. Spannungen dürfen sich lösen, das Nervensystem kann regulieren, und der Organismus findet leichter in einen Zustand tiefer Entspannung.
Gerade bei Durchschlafstörungen ist es oft entscheidend, nicht nur „besser schlafen zu wollen“, sondern das zugrunde liegende energetische Muster zu erkennen. In meiner Praxis verbinde ich Shiatsu mit Elementen aus der TCM, um individuell abgestimmt zu arbeiten – ruhig, achtsam und ressourcenorientiert. In den meisten Fällen hat sich in der Praxis bewährt, ergänzend zum Shiatsu mit speziellen Kräuterteemischungen aus der TCM zu unterstützen, um wieder einen gesunden, erholsamen Schlaf zu fördern und zu erhalten.
Schlaf ist kein Zwangsprogramm. Er entsteht, wenn Körper und Geist sich sicher fühlen. Wenn Sie Ihre nächtlichen Wachphasen besser verstehen und nachhaltig verändern möchten, begleite ich Sie gerne auf diesem Weg – mit Ki-Shen-Do-Shiatsu als sanfter Unterstützung für mehr innere Balance und erholsame Nächte.
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Fotocredits dieses Beitrags:
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